100 Jahre VfB Westhofen und Einweihung des Leuchtturmhauses in Westhofen

Landtagsabgeordnete Susanne Schneider und Walburga Schnock-Störmer vom Leuchtturm

Was für eine Moderationswoche! Volles Festzelt am Mittwoch (02.10.) beim VfB Westhofen, anlässlich der 100-Jahr-Feier mit geladenen Gästen aus Sport und Politik und dann direkt am Freitag (04.10.) die Einweihung des neuen Leuchtturmhauses ebenfalls in Westhofen im St.-Peter-Weg 2.

Hier galt es die neue Wirkungsstätte des Beratungszentrums für trauernde Kinder, Jugendliche und Familien, würdevoll und offiziell nebst Einsegnung zu ehren.

Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek, Landtagsabgeordnete Susanne Schneider, Landrat des Kreises Unna Michael Makiolla, Schwertes 1. stellv. Bürgermeister Jürgen Paul sowie viele Ratsvertreter aus dem Stadtrat der Stadt Schwerte, waren erschienen, denn nur durch die Förderung und Unterstützung dieser Menschen, ist es dem Leuchtturm möglich, seine wichtige und gute Arbeit in und mit der Trauer zu bewältigen. Viele Gäste trotztem dem Regenwetter und bei allen Grußbotschaften, Interviews und Reden, hielt der Himmel inne und es fiel kein Regentropfen mehr, denn Hauptamtliche und Ehrenamtliche des Leuchtturms hatten mit Mühe u.a. draußen einen Festbereich vorbereitet.

Festzelt des VfB Westhofen

Noch mal kurz zur gelungenen Feier des VfB Westhofen, denn die konnte sich hören und sehen lassen. Bestens vorbereitet durch das Festkomitee, konnten unterhaltsame Interviews mit dem Ehrenpräsendenten Manfred Althaus (…immerhin 70 Jahre im Verein aktiv) sowie den ehemaligen Jugendspielern des Vereins und heutigen Ligaspielern Salvatore Gambino (SV Westfalia Rhynern) und Patrick Frank (VfL Bochum) geführt werden. Sportlicher Leiter Leonard Gashi und stellv. Jugendleiter „Moppel“ Holger Lennartz, konnten über die Ziele des Vereins, aber auch über die schwierige Aufgabe Jugendliche wieder für den Fußball zu gewinnen, anschaulich und belebend berichten. Der neue Präsident Jürgen Rump, hielt seine erste Rede vor einem so großem Publikum und das machte er super. Ein Präsident, der sich ganz offensichtlich im Verein und im Amt wohlfühlt. Alle sprachen immer wieder von der „Familie VfB Westhofen“ und das kam mehr als deutlich beim Festakt rüber.

Von mir gab es als Moderator und Botschafter des Leuchtturms dazu ein Gedicht:

Die Geschichte der Bedeutung des Leuchtturms

Ein Leuchtturm ist ein fest stehendes und stabiles Gebäude, in der Regel am oder im Meer. In diesem Fall allerdings mitten in der Freiheit des Örtchens Westhofen. Gewässer haben wir schließlich auch, denn die Ruhr und der Hengsteysee sind in unmittelbarer Nähe.

Leuchttürme und gerade dieser Leuchtturm, stehen für Orientierung durch Licht, wenn es im Leben sehr stürmisch wird und man ausgelöst durch einen Trauerfall das Gefühl hat, von den großen Wellen überrollt zu werden. 

Auf Leuchttürme kann man sich seit Jahrhunderten verlassen und auf dieses Leuchtturmhaus auch, denn hier arbeiten engagierte Menschen, ausgebildet für den Fall der Fälle und Ehrenamtler ergänzen das leuchtende Feuer, da wo es nötig ist und wird.

Wie auf einem Schiff ist die Mannschaft gefragt, sie muss den Menschen zur Seite stehen, wenn die rauhe See des Lebens irgendwie gerade keinen Ausweg aufzeigen oder zulassen will, wenn das Licht in den dunkel aufgezogenen Wolken nicht zum Vorschein kommt.

Dieses Leuchtturmhaus signalisiert gerade deshalb besonders für trauernde Kinder, aber selbstverständlich auch für ihre Angehörigen:

Land in Sicht!“ „Du bist nicht mehr allein!“

Sicherheit und Vertrauen bedeuten dann, von festen Routen abweichen und genau den Weg der Begleitung zuzulassen, der notwendig ist, angepasst an die Umstände, die vorher noch glückliche, zu trauernden Menschen gemacht haben. Dunkelheit gibt niemals Geborgenheit, wenn man alleine mit der Trauer versucht fertig zu werden. Ein Raum ohne jedes Licht hilft nicht, die Augen müssen erkennen können:

Da ist mein Ausweg!“

Gemeinsame Erinnerungsarbeit, nicht aufzuhören zu träumen, mit Musik die Seele zum klingen bringen, die Farben der Gefühle malen, die zum Regenbogen verschmelzen, Rituale verbinden, Momente der Ruhe und Besinnung bewusst zulassen vielleicht mal mit einer Auszeit am Meer, schreiben über Vergangenes, einfach Helfer und Freund sein.

Liebe das Leben, denn es ist das Einzige, was uns bis zum Tod bleibt!“

Diese gerade genannten Lösungswege und noch vieles mehr, sind markante Eckpunkte des Konzeptes des Leuchtturms und verdienen gesellschaftliche Anerkennung und Respekt.

Das Leuchtturmhaus schenkt Geborgenheit, wenn man in seiner Nähe ist und in der Ferne zeigt das Licht, hier wartet man auf dich, hier kannst du trauern, hier hört man dir zu, hier versteht man dich und hier bekommst du Anregung und Unterstützung, um durch die schwere Zeit eines Verlustes zu kommen.

Dieses Leuchtturmhaus kann man nicht nur am Tag, nein auch in der Nacht sehen, denn es hat hier im St.-Peter-Weg 2 seinen festen Platz gefunden und wird mit heller Strahlkraft all die trauernden jungen Menschen anziehen und damit das so bleibt, können wir alle diese Arbeit auf unterschiedlichen Wegen tatkräftig unterstützen.

Ich wünsche dem Leuchtturmhaus in der Seemannssprache, immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel, damit das Schiff der Lebensfreude auch weiterhin die Trauernden auf hoher See, sicher an Land und zum Licht des Leuchtturms bringen kann.

Hier geht es zum offiziellen Bericht der Stadt Schwerte zum 100-jährigen des VfB!

DANKE an Bernd Paultischke von den Schwerter Ruhr Nachrichten für einige Bilder in diesem Artikel!

 

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